Conrad Murray: Wird offiziell angeklagt

Jetzt wird es ernst für Michael Jacksons ehemaligen Leibarzt Conrad Murray …

Jetzt wird es ernst für Michael Jacksons ehemaligen Leibarzt Conrad Murray. Richter Michael Pastor verfügte gestern, dass dem Arzt wegen fahrlässiger Tötung der Prozess gemacht wird.

Die Vorverhandlung, in der beide Seiten in den letzten sechs Tagen ihre Argumente vorgebracht hatten, habe genügend Anhaltspunkte geliefert, die einen Prozess rechtfertigen würden, so der Richter.

Pastor kam auch einem Antrag der kalifornischen Ärztekammer nach, Murray die Zulassung für Kalifornien zu entziehen.

Murray wird vorgeworfen, Michael Jackson das starke Narkosemittel Propofol verabreicht zu haben, das letztlich zum Tod des King of Pop führte. Die Staatsanwaltschaft sieht Murrays Schuld als erwiesen an. Der Herzspezialist soll Jackson das Mittel regelmäßig gegen dessen Schlaflosigkeit verabreicht und Jackson am fraglichen Abend für längere Zeit unbeaufsichtigt gelassen haben.

Zudem gebe es Beweise, dass der Arzt versucht hat, den Propofol-Missbrauch zu vertuschen.

Conrad Murray selbst sieht sich als unschuldigen Sündenbock. Laut seinen Aussagen soll sich Jackson die tödliche Dosis selbst verabreicht haben. Zudem habe er den Sänger nur für zwei Minuten allein gelassen und sofort Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet. Sein Anwalt führte weiter an, dass man den generellen Gesundheitszustand des Stars nicht vergessen dürfe und es keine stichhaltigen Beweise für ein Fehlverhalten des Arztes gebe.

Dem Arzt drohen bei einer Verurteilung bis zu vier Jahre Haft.

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