
Was für ein Fiasko! Das von Jermaine Jackson organisierte Tribute-Konzert zu Ehren seines verstorbenen Bruders Michael ist schon wieder Geschichte. Jermaine war seit Tagen in ganz Europa unterwegs, um für das Event vor dem Schloss Schönbrunn in Wien die Werbetrommel zu rühren. Jetzt hat er es abgesagt, wie der „ORF“ berichtet.
Bis zum Schluss war nicht klar, welche Künstler bei dem Konzert überhaupt auf der Bühne stehen würden. Jermaine Jackson sprach Anfangs von bis zu 25 Performern und nannte Namen wie Mary J. Blige, Chris Brown und Natalie Cole. Doch keiner dieser drei hätte den Weg nach Wien gefunden.
Mary J. Blige und Natalie Cole sind schon seit Monaten für andere Veranstaltungen gebucht und Brown darf das Land wegen seiner fünfjährigen Bewährungsstrafe, die ihm wegen der Schläge gegen seine Ex-Freundin Rihanna kürzlich aufgebrummt wurde, nicht ohne Genehmigung verlassen.
Lediglich eine Handvoll Künstler hatten für den Gig offiziell zugesagt, darunter Sister Sledge, Rapper Akon und die deutsch-amerikanische Boyband US5.
Zudem hat die Stadt Wien ihre versprochene Finanzhilfe von 600.000 Euro kurzfristig zurückgezogen. Es werde keinen Cent für den Veranstalter geben, ließ die Vizebürgermeisterin der Stadt, Renate Bauer, gestern verlauten. Beweggrüne nannte sie nicht. Vermutlich hatte man aber wegen der vielen offenen Fragen Angst vor einer Blamage.
Nun haben Jermaine Jackson und der Konzertveranstalter Georg Kindl die Notbremse gezogen und während einer Pressekonferenz im Hilton Hotel in Wien bekannt gegeben, dass das Konzert nicht am 26. September stattfinden wird. Auch nicht in Wien. Im Juni 2010 soll das Konzert dafür im Londoner Wembley Stadion nachgeholt werden. Jackson und Kindl hoffen, bis dahin eine würdige Setlist für das Konzert zusammenstellen zu können und Stars wie R. Kelly fest verpflichten zu können.
Jermain Jackson bei der Pressekonferenz in Berlin.
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