
Für Wiesner steht ohne Zweifel fest, dass die Dokumentation des britischen Journalisten Martin Bashir Michael ins Unglück stürzte. „Nachdem die Dokumentation von dem Bashir kam … das war der Anfang vom Ende“, so Wiesner in einem Interview mit uns.
Und weiter: „Er [Michael] war ein Superstar und er [Bashir] hat ihn vernichtet.“
Er selbst habe die ganze Zeit über ein schlechtes Gefühl bei der Sache gehabt, aber Michael sei ein so Vertrauensseeliger Mensch gewesen, dass er bis zum Schluss geglaubt habe, es käme eine gute Dokumentation dabei heraus.
„Ich habe in Berlin gemerkt, dass der Bashir die Kinder gefilmt hat, was er nicht durfte. Ich hab gesehen, dass er Michael in einer Art befragt hat, die nicht OK war und ich hab den Michael davor gewarnt“, berichtet der Manager.
Nachdem die Bombe dann geplatzt war, habe Michael sich sehr verändert. Zuerst habe er tagelang geweint, sich dann noch mehr zurückgezogen, als er es sowieso schon gemacht hat, und niemandem mehr vertraut.
Dies zeigte sich auch in Bezug auf Michaels ausschweifenden Medikamentenkonsum. Laut Wiesner war es ab dieser Zeit kaum noch möglich, Jackson auf dieses Thema anzusprechen. Mitarbeiter, die es aus Sorge um den King of Pop trotzdem taten, wurden in der Regel von ihm entlassen.
Die einzige Möglichkeit, Michael vor den Medikamenten zu schützen, hätte darin bestanden, die vielen willigen Beschaffer von Jackson fernzuhalten.
Allerdings mit überschaubarem Erfolg, denn Michael hat immer einen Weg gefunden, sich die Medis zu besorgen.
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