
Am Sonntag wurde zum 11. Mal Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie in Berlin begangen. Am Brandenburger Tor gab es ein Aktionsprogramm mit Aufklärung und Protest. Denn Homosexuelle und Transsexuelle werden in über 70 Ländern der Welt diskriminiert und verfolgt.
Die Kritik der Veranstalter richtete sich aber nicht nur gegen Länder, in denen Homosexualität „illegal“ ist, sondern auch gegen die deutsche Politik und den Papst. Harte Worte gab es ebenfalls öffentlich gegen den Musiker Andreas Gabalier. Dieser hatte vor wenigen Tagen in der BILD-Zeitung unter anderem gesagt: „Man muss Homosexualität nicht verherrlichen, wie das seit einigen Jahren bei uns der Fall ist. Das ist unseren Kindern gegenüber nicht fair.“
Alfonso Pantisano, Pressesprecher von „enough is enough“, findet Gabaliers aussagen gar nicht toll. „Als erstes macht er natürlich falsch, dass er eine große Anhängerschaft verliert, weil er sich als einen homophoben Idioten outet! […] Hätte er nicht so einen homophoben Quatsch von sich gegeben, wäre er hier heute auch nicht erwähnt worden. Aber ich glaube, auf lange Sicht hat er dabei verloren und sich als einen richtigen Idioten und auch einen homophoben Idioten geoutet.“
Der Fall Gabalier zeigt: Die Diskussion um Homosexualität ist in der Gesellschaft noch lange nicht vorbei.



