
Seit Jahren gehört Moderator Günther Jauch zu den beliebtesten Gesichtern im deutschen Fernsehen. Er ist witzig, gebildet und auf dem Teppich geblieben. Dafür liebt ihn sein Publikum. Das Meinungsforschungsinstitut „Emnid“ fand vor einigen Jahren sogar heraus, dass sich fast die Hälfte der Deutschen Jauch als Bundeskanzler vorstellen könnten.
Dabei ist der gebürtige Westfale trotz all seiner Fans bodenständig geblieben. Im Magazin „Stern“ sprach er nun über die täglichen Probleme, die auch vor einem Moderator wie Jauch nicht Halt machen.
So steht der Wahlpotsdamer ganz offen und mit einem Augenzwinkern zu seinen körperlichen Defiziten und sagte dazu im Interview: „Dass ich kein motorisches Talent bin, weiß ich. Intern gelte ich vom Bewegungsmuster her als der ‚deutsche Mister Bean’.“
Doch schlimm findet der 53-jährige das gar nicht. Eher ziemlich normal, denn er weiß, dass die Konkurrenz ja auch nicht besser dran ist: „Aber Peter Zwegat oder Tine Wittler lässt RTL ja auch auf den Bildschirm, wie sie sind. Bei den Öffentlich-Rechtlichen wechselt auch nicht ein Adonis den nächsten ab – oder sehen Sie Tom Buhrow im Mr.-Universum-Bereich? Aber wen stört’s? Ich bekomme regelmäßig Angebote von ästhetischen Oralchirurgen, die mir meine Eckzähne richten möchten. Ich sag dann nur: Leute, lasst das. Diese Unregelmäßigkeit gehört zu mir, die habe ich von meiner Mutter.“
Für spießig hält sich Jauch nicht. Er sieht sich eher als den Durchschnittsmenschen, der „keine besondere Aufregung“ verbreitet. Weiter verriet er, dass ihm Luxus zwar nicht fremd sei, man ihn aber „eben auch bei Lidl oder Rewe treffen“ treffen könne. Schließlich müsse man „die Lebenswirklichkeit noch halbwegs mitkriegen“.
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