
Noch immer ist die Fußballwelt schockiert vom Tod des Nationaltorwarts Robert Enke. Sein Verein Hannover 96 sagte sofort ein für das Wochenende geplantes Testspiel ab, die Nationalmannschaft, die sich derzeit auf einige Testspiele vorbereitet, ließ das heutige Training ausfallen.
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Auch bei Benfica Lissabon und dem FC Barcalona, wo Enke längere Zeit zwischen den Pfosten stand, zeigte man sich fassungslos. Benfica-Präsident Viera sowie seine ehemaligen Kollegen Nuno Gomes und Moreira brachten ihre große Betroffenheit zum Ausdruck und würdigten Enke als einen großartigen Menschen und Sportler.
Auch der FC Barcelona gedachte dem Keeper in einer Schweigeminute vor einem Pokalspiel.
In der Zwischenzeit ist klar, dass sich Robert Enke das Leben nahm. Er hinterließ einen Abschiedsbrief, in dem er sich dafür entschuldigte, seine Selbstmordpläne solange für sich behalten und seine Umwelt getäuscht zu haben.
Wie auf einer Pressekonferenz bekannt wurde, befand sich Enke schon seit Jahren wegen Depressionen in Behandlung. Laut seines behandelnden Arztes hätte er unter unglaublichem Erfolgsdruck gestanden und immer wieder mit Versagensängsten zu kämpfen gehabt. Er trug ständig die Furcht mit sich herum, seinen geliebten Sport nicht mehr ausüben zu können.
Dazu kam die Angst, dass seine Krankheit öffentlich werden und er möglicherweise seine kleine Adoptivtochter verlieren könne. Trotz allem habe Enke nie den Eindruck gemacht, ernsthaft Selbstmord gefährdet zu sein. Offenbar hat er seine wahren Gefühle so gut verborgen, dass auch sein Arzt und seine Frau, die in tiefer Trauer aber gefasst an der Pressekonferenz teil nahm und sich den Fragen der Presse stellte, die Gefahr nicht erkannten.




