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Brigitte Award 2026 – Collien Fernandes und Gisèle Pelicot in Berlin geehrt

Im Kino International in Berlin wurden sieben Frauen für ihr Engagement für Demokratie und Menschlichkeit geehrt. Den Ehrenpreis erhielt Gisèle Pelicot für ihren außergewöhnlichen Mut, das Schweigen über sexualisierte Gewalt zu brechen. Den Sonderpreis bekam Collien Fernandes für ihren Einsatz…

Gisèle Pelicot in Berlin

Im Kino International in Berlin wurden sieben Frauen für ihr Engagement für Demokratie und Menschlichkeit geehrt. Den Ehrenpreis erhielt Gisèle Pelicot für ihren außergewöhnlichen Mut, das Schweigen über sexualisierte Gewalt zu brechen. Den Sonderpreis bekam Collien Fernandes für ihren Einsatz gegen sexualisierte digitale Gewalt. Zu den weiteren Gästen des Abends zählten Prominente starke Frauen wie Wolke Hegenbarth, Karoline Herfurth, Dunja Hayali, Jana Ina Zarrella, Bettina Böttinger, Monica Meier-Ivancan, Katrin Bauerfeind oder die Band MIA.

Im Vergewaltigungsprozess von Avignon hatte sie bewusst auf ihre Anonymität verzichtet, um „die Scham die Seite wechseln zu lassen“. Ihre unbeugsame Haltung machte sie für Millionen Frauen weltweit zum Vorbild. Gisèle Pelicot erklärte: „Ich habe fünf Jahre in Deutschland gelebt. Ich wurde in Villingen geboren und habe in Reutlingen gewohnt. Und das waren wirklich die schönsten Jahre meines Lebens, weil ich da noch das Glück hatte, dass meine Mutter, mein Vater und mein Bruder lebten. Es ist für mich heute Abend als sehr symbolträchtig, hier zu sein… Ich denke, diese Kraft – ich versuche sie jetzt auch an all jene Frauen weiterzugeben, die Opfer sind, und ihnen zu sagen, dass sie nicht allein sind; dass sie sich umsehen sollen. Sie sind heute nicht mehr allein. Das ist sehr wichtig.“

Collien Fernandes

Collien Fernandes erklärte über den Preis im Interview: „Ich freue mich, dass dieser Kampf gesehen wird, weil das ist nicht einfach und ich setze mich jetzt schon seit Jahren mit diesem Thema auseinander und mit der Gesetzeslage und ich freue mich auch, dass sich da endlich etwas tut. Gestern gab es erfreuliche Nachrichten. Der Gesetzentwurf zum Thema digitale Gewalt ist durchs Kabinett gegangen. Noch haben wir dieses Gesetz nicht, aber wir sind zumindest auf dem richtigen Weg und ich denke, es ist total wichtig, dass die Frauen, die es in erster Linie betrifft, weiterhin laut und fordernd bleiben, bis dieses Gesetz wirklich durch ist.“ Collien erzählte außerdem, wie sie die letzten Wochen beruflich verbracht hat und was sie sich für ihre persönliche Situation wünscht: „Ich wünsche mir Gerechtigkeit und ich denke, dass es grundsätzlich eine ganz gute Idee ist, zu dem zu stehen, was man getan hat und nicht noch weiter auf das Opfer drauf zu hauen.“ Die Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes engagiert sich seit Langem gegen Deepfake-Pornografie und sexualisierte digitale Gewalt – ein wachsendes gesellschaftliches Problem, das insbesondere Frauen trifft. Wie wichtig dieser Einsatz ist, zeigt der am 7. Oktober vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzentwurf gegen digitale Gewalt, den Bundesjustizministerin Stefanie Hubig vorgelegt hat. Er sieht unter anderem vor, das unbefugte Herstellen und Verbreiten sexualisierter Deepfakes mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe zu ahnden. Betroffene sollen zudem leichter gegen rechtswidrige Inhalte vorgehen und deren Löschung beantragen können.

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Jana Ina Zarrella

Jana Ina Zarrella sagte uns: „Es ist schon fast ein bisschen traurig, dass 2026 wir Frauen immer noch für unsere Rechte kämpfen müssen. Ich finde in den meisten Ländern Europas sind wir schon weiter. Gott sei Dank… Es gibt aber leider sehr viele Länder auf der Welt, wo es nicht der Fall ist. Wichtiger denn je ist, dass Frauen zusammenhalten, dass Frauen Freundinnen, Team-Partnerinnen werden, statt so gegeneinander zu sein. Es ist wichtig, dass wir zusammenhalten.“

Wolke Hegenbarth

Wolke Hegenbart erklärte: „Es kann gar nicht genug Preise für Frauen geben. Es kann nicht genug Support untereinander geben und es gibt noch so viel zu tun, wie wir auch Wissen…“ Wer einen Anteil daran hat, dass Wolke selbst eine starke Persönlichkeit wurde, erklärt sie so: „Ich glaube meine lieben Eltern haben das ganz gut hingekriegt. Ich glaube früh seine Kinder zu unterstützen, selbstbewusste Personen zu sein, ist auf jeden Fall eine Aufgabe, die man sehr ernst nehmen sollte. Es macht das ganze Leben leichter.“

Katrin Bauerfeind
Bettina Böttinger
Die Band MIA
Dunja Hayali
Jana Ina Zarrella
Collien Fernandes

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