Joachim Gauck: Soll Wulff-Nachfolge antreten

Nach dem Christian Wulff nach wochenlangen Vorwürfen und Enthüllungen am Freitag seinen Posten als Bundespräsident geräumt hatte, ging die große Suche nach einem Nachfolger los …

Nach dem Christian Wulff nach wochenlangen Vorwürfen und Enthüllungen am Freitag seinen Posten als Bundespräsident geräumt hatte, ging die große Suche nach einem Nachfolger los. Gestern Abend war dann klar: Joachim Gauck soll es machen.

Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler zeigte sich von der Entscheidung einigermaßen überrascht, wie er auf einer Pressekonferenz betonte: „Ich komme aus dem Flieger und war im Taxi, als die Frau Bundeskanzlerin mich erreicht hat und ich bin noch nicht mal gewaschen und bin vor Ihnen und es schadet auch nichts, dass Sie sehen, dass ich überwältigt und auch ein wenig verwirrt bin.“

Weiter bat er darum, ihn nicht als Supermann oder fehlerlosen Menschen anzusehen. Er werde im Grunde weiter der reisende Politiklehrer sein, der er auch bisher war. Seine größte Aufgabe sehe er darin, Menschen, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen, zu unterstützen.

„So fühle ich mich eingeladen und geehrt und irgendwann tief in der Nacht werde ich auch beglückt sein. Im Moment bin ich mehr verwirrt“, so Gauck.

Der 72-Jährige war bereits 2010 Kandidat für die Wahl zum Bundespräsidenten, musste sich damals aber im dritten Wahlgang Christian Wulff geschlagen geben.

Mit Gauck und Merkel werden erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik die beiden wichtigsten politischen Ämter im Land von ehemaligen DDR-Bürgern besetzt.

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